Hublot Uhr mit Mbappé als Markenbotschafter

Hublot Keramik: Farb-Innovation

Kaum ein Material steht bei Hublot so stark für mutige Gestaltung wie Keramik. Was lange als nüchtern und technisch galt, wird hier zur Bühne für Farbe: nicht als Lackschicht, sondern als tief integrierter Bestandteil des Werkstoffs. Genau diese Verbindung aus Präzision und Ausdruck prägt den Charakter vieler Modelle.

Farbige Keramik entsteht nicht durch einen simplen Zusatz, sondern durch fein abgestimmte Rezepturen, Brennkurven und eine konsequente Qualitätskontrolle. Temperatur, Pigmentmischung und Dichte müssen so zusammenspielen, dass Ton, Glanz und Homogenität stimmen. Das Resultat ist eine Oberfläche, die im Licht je nach Winkel anders wirkt und dennoch geschlossen und gleichmäßig bleibt.

Für Sammler und Träger bedeutet das: Farbe wird zur Materialeigenschaft mit eigenem Profil. Kratzfestigkeit und Farbtreue treffen auf eine Optik, die sich klar von Stahl oder Titan absetzt. So entstehen Uhren, die nicht nur über Technik sprechen, sondern über Haltung.

Wie Hublot farbige Keramik herstellt: Prozessschritte von Rohpulver bis Sinterbrand

Farbige Keramik bei Hublot entsteht nicht durch Lack oder Beschichtung, sondern durch einen Werkstoff, dessen Farbwirkung aus dem Material selbst kommt. Der Ablauf verbindet chemische Reinheit, kontrollierte Körnung und präzise Thermoprofile, damit die Farbe nach dem Brand gleichmäßig bleibt und die Gehäuseteile ihre Form halten.

1) Rohpulver, Pigmente und Rezeptur

Am Anfang stehen hochreine keramische Pulver (typisch auf Zirkonoxid-Basis) mit eng definiertem Partikelspektrum. Für Farbe werden ausgewählte Metalloxid-Pigmente sowie Dotierungen eingesetzt; sie müssen temperaturstabil sein und dürfen weder beim Brand ausgasen noch unerwünschte Nebenphasen bilden. Die Rezeptur wird so abgestimmt, dass Farbton, Transluzenz und Härte zusammenpassen.

Die trockenen Komponenten werden in Mischern homogenisiert, häufig unter Nutzung von Mahlkörpern, um Agglomerate zu brechen. Gleichzeitig werden organische Hilfsmittel zugegeben: Binder für Grünfestigkeit, Weichmacher für Fließverhalten, Dispergiermittel gegen Klumpenbildung. Schon kleine Abweichungen bei Feuchte oder Mischzeit können sichtbare Wolken oder Streifen verursachen.

2) Formgebung zum „Grünling“

Aus dem Granulat entstehen Rohlinge durch Pressen oder Spritzgießen. Dabei wird das Volumen so ausgelegt, dass die spätere Schrumpfung beim Sintern berücksichtigt ist. Bohrungen, Dichtflächen und Kantenradien werden teils vorgeformt, teils bewusst übermaßig gelassen, weil die Endgeometrie erst nach dem Brand präzise bearbeitet werden kann.

Nach der Formgebung folgt Trocknung und Entbinderung. In geregelten Temperaturstufen werden organische Bestandteile ausgetrieben, ohne dass Mikrorisse entstehen; zu schnelle Rampen führen zu innerem Druck, zu langsame können Rückstände hinterlassen, die den Farbton verfälschen. Sensorik und Chargenprotokolle sichern, dass jede Serie vergleichbar reagiert.

Der Sinterbrand verdichtet den Werkstoff: Partikelgrenzen wachsen zusammen, Poren schließen sich, die Dichte steigt stark an. Die Ofenatmosphäre, Haltezeiten und Spitzentemperaturen beeinflussen Korngröße, mechanische Werte und die optische Wirkung. Bei farbiger Keramik ist das Thermoprofil besonders strikt, weil Pigmente und Dotierungen bei falschen Bedingungen kippen können.

Nach dem Brand werden die Teile geschliffen, gefräst und auf Maß gebracht; Dichtflächen und Gewinde erfordern enge Toleranzen. Das Finish entsteht durch abgestufte Politur oder satinierte Bearbeitung, bis Reflexe und Farbe gleichmäßig wirken. Abschließend prüfen Messmittel, Oberflächenanalyse und Sichtkontrolle Dichte, Geometrie und Farbkonstanz, bevor die Keramik in die Gehäusemontage geht.

Welche Farb- und Oberflächenoptionen es gibt: Auswahl nach Glanzgrad, Transparenzwirkung und Kratzbild

Bei Hublot-Keramik reicht die Farbpalette von tiefem Schwarz und reinem Weiß über Grau- und Sandtöne bis zu kräftigen Akzentfarben. Die Wirkung entsteht nicht nur durch Pigmente, sondern auch durch die Lichtstreuung an der Oberfläche: Kanten wirken heller, Flächen satter, und feine Radien verändern den Ton je nach Blickwinkel.

Glanzgrad: vom Spiegel bis zur technischen Mattheit

Der Glanzgrad steuert, wie „hart“ oder „weich“ eine Farbe gelesen wird. Hochglanz lässt dunkle Keramik dichter erscheinen und betont klare Linien, während matte Ausführungen Reflexe brechen und Konturen ruhiger wirken lassen.

  • Hochglanz: maximale Spiegelung, klare Farbvertiefung, sichtbare Lichtkanten an Fasen.
  • Seidenglanz: moderater Reflex, alltagstauglich, weniger „Showroom“-Effekt.
  • Matt: diffuse Reflexe, technisch-nüchtern, Fingerabdrücke meist unauffälliger.
  • Satin/gebürstete Optik: linearer Schimmer; bei Keramik als Oberflächenfinish angelegt, nicht als Metallbürstung.

Transparenzwirkung: optische Tiefe statt Durchsicht

Keramik bleibt opak, kann aber eine Art Tiefenwirkung erzeugen. Je nach Rezeptur und Finish wirkt die Farbe „kompakt“ oder „schichtig“: dunkle Töne erscheinen bei polierten Flächen fast wie Lack, matte Varianten streuen Licht und lassen die Farbe pudriger wirken.

  1. Kompakt: gleichmäßiger, massiver Farbeindruck, besonders bei dunklen oder neutralen Tönen.
  2. Tief: scheinbare „Schichttiefe“ durch polierte Flächen und starke Kantenreflexe.
  3. Soft: leicht „milchige“ Anmutung durch diffuse Streuung; wirkt bei hellen Farben sehr ruhig.

Für die Auswahl hilft ein Blick auf Gehäusegeometrie und Lünette: viele Fasen profitieren von Glanz, weil die Kanten das Licht sauber zeichnen; große, flache Bereiche wirken in Matt oft homogener. Bei intensiven Farben kann Seidenglanz die Sättigung erhalten, ohne die Reflexe zu dominant werden zu lassen.

Das Kratzbild unterscheidet sich je nach Oberfläche stärker als je nach Farbe. Keramik ist sehr kratzfest, doch Mikroabrieb kann Spuren hinterlassen: Auf Hochglanz sind feine Linien bei bestimmten Lichtquellen leichter zu erkennen, auf Matt eher als aufgehellte Wischzonen. Praktisch bedeutet das: Wer möglichst „unsichtbare“ Alltagsspuren möchte, greift zu Matt oder Seidenglanz; wer maximale Brillanz sucht, wählt Hochglanz und akzeptiert, dass Licht mehr zeigt.

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